Springbreak - oder der ganz normale Wahnsinn...
Endlich wieder mal was Neues von den Jungs in Australien. Wir waren etwa zehn Tage auf Reisen, haben viel gesehen, sehr viel relaxed und seit unserer Rückkehr in Brisbane werden täglich die dreißig Grad geknackt.
Unser Springbreak-Trip, wir hatten eine Woche Ferien, beinhaltet verschiedene Stationen, daher haben wir die Foto-Galerien unterteilt um einen besseren Überblick zu ermöglichen. Die Fotos selbst stammen von fünf unterschiedlichen Kameras. Daher ist die Chronologie nicht immer gewährleistet. Wir denken jedoch, dass die Bilder alles in allem doch ganz schön sind.
Es geht los. Der erste Tag in Cairns:
Am 22.September ging früh am Morgen der Flieger in den Norden Queenslands. Cairns liegt in tropischen Gefilden und das war aufgrund der höheren Luftfeuchte gleich zu spüren. Da ein Großteil der insgesamt 17 Reisenden erst einen Tag später eintreffen sollte, verbrachten wir den ersten Tag dort in kleinerer Besetzung.
Cairns selbst hat keinen Beach, dafür jedoch eine künstliche Lagune direkt am Hafen, an der Unsummen von jungen Menschen chillen und es sich gut gehen lassen. Abends besuchten wir dann die Rhinobar. Dort bekamen wir eine Gratisportion Spaghetti und die Ladies ab zehn Uhr frei Champagner, respektive Erdbeersekt und Süßbabbs von dem die Herren jedoch auch gebracht machen. Der Andi war dann irgendwann müde und der Türsteher drohte uns an in rauszuschmeißen. Wir weckten ihn in einer längeren Prozedur und er bekam ein gelbes Bändchen, welches den Bartendern signalisieren sollte ihm keinen Alkohol mehr zu geben. Klappte jedoch nicht, da Andi das Bändchen umgehend entfernte...
Cape Tribulation:
Am nächsten Morgen traf dann der Rest der Truppe ein und uns erwarteten drei Stunden Busfahrt in den Regenwald. Cape Tribulation ist ein Fleckchen Erde an dem der Regenwald bis zum Meer reicht und daher eine Reise wert. Dufte ist auch, dass die dortigen Flusslandschaften von knuffigen Crocos bewohnt werden. Im Regenwald angekommen und die wackelige Busfahrt mit engen Kurven und fröhlichem Gegenverkehr genießend, waren wir schließlich "out of civilisation". Handys, Uhrzeit, Internet existierte alles nicht mehr und wir haben dies sehr genossen. Unser Haufen wohnte in einer Art Blockhütte in vier Zimmern und so penetrierten wir auch nicht allzu viele andere Gäste. Am Tag unserer Ankunft war das Wetter noch nicht so geil. Dennoch checkten einige das Wasser aus und es gab einen Vorgeschmack auf die doch eher warmen Wassertemperaturen. Abends gab es Pasta und anschließend wurden die ersten 4-Liter-Wein-Kartons geöffnet. Mitten im Regenwald trafen wir auch auf allerhand Fauna. Vor allem die Größe einer Rattenart war doch einigermaßen beeindruckend. Nachts schlenderten wir Richtung Strand um Sterne zu schauen. Der Himmel war dann auch Hammer. Es glitzerte wo man hinsah und wir erlebten unser erstes großes Highlight. Jimbo musste dann Nacktbaden und natürlich waren seine Klamotten danach erstmal weg. Wir waren daran selbstverständlich nicht beteiligt...
Am nächsten Morgen machten wir uns dann zu einer Wanderung auf. Ziel war ein Frischwasserloch weiter nördlich. Da morgens Ebbe war, wollten wir hinzu den Strand entlang. Der Weg führte uns mehr als eine Stunde über unzählige Felsen und wir hatten eine Menge Spaß beim Klettern. Durch von Crocos bewohntes Regenwaldgebiet schlugen wir uns dann zum Wasserloch durch und wurden nicht enttäuscht. Das Wasser war superklar und wir erblickten direkt einen Absatz, der es uns erlaubte aus mehr als fünf Metern Höhe ins Wasser zu springen. Machten wir dann auch. Alex brillierte durch wahren Mannesmut und zeigte Weltklasse-Entchen während sich der Rest mit Arschbomben oder dem weiblichen "Eine Hand über die Brüste, mit der anderen halte ich mir die Nase zu" - Style zufrieden gab. Auf jeden Fall ein weiteres Glanzlicht unserer Reise. Abends gab es dann zunächst Pasta, ehe wir das lustige Trinkspiel "I have never ever..." praktizierten. Über den Ausdruck "Two in the pink, one in the stink" haben wir uns dabei am meisten amüsiert. Klasse war auch als eine Amerikanerin mit gutem Pegel in Tränen ausbrach, weil eine andere einen Hund imitierte was sie wiederum an ihren verstorbenen Hund erinnerte. Der Abend nahm dann seinen Lauf und als alles ins Bett ging, machte sich Christoph zum Strand auf um weitere vier Stunden auf die aufgehende Sonne zu warten. Der Sonnenaufgang war dann auch sehr beeindruckend und die Nacht alleine bei Mondschein am Meer sehr geil.
Sonntag war dann geniales Wetter und wir machten uns zunächst in Richtung "Bathouse" auf um uns einige Fledermäuse anzuschauen. Die Tierchen, sich allesamt von Nektar und nicht von Blut ernährend, waren dann auch recht zutraulich und wir haben uns lustig mit den feldforschenden Betreuern unterhalten.
Anschließend ging es mit Eis bewaffnet an den Strand und der war vor allem landschaftlich überragend. Abends gab's Pasta und wir leerten den letzten Wein und tranken ein paar Biers. Dann entführten Alex, Thorsten und Christoph in einer top-geplanten Action Jamie-Bear (den pinken Teddy der natürlich auf Reisen nicht fehlen darf...). Wir öffneten die Tür des Ami-Zimmers, machten lautlos das Licht aus, stürmten mit den Rufen "Jihad, Jihad" hinein und entwendeten der schreienden Jamie den Teddy, ehe wir ihn dann doch nicht misshandelten...
Zwischenzeitlich lernten wir mit Anders und Jesper zwei supernette Dänen kennen und Anders gelang es, etwas gegen unseren grünen Star zu unternehmen, so dass ein Wochenende Cape Tribulation perfekt endete!
Wieder in Cairns:
Montagmorgen führte der Weg zurück nach Cairns. Der Busfahrer wollte uns unbedingt Krokodile zeigen, weswegen wir den einen oder anderen Umweg fuhren ohne jedoch irgendetwas zu sehen: "Ah da ist eins! Ach nee, doch nicht..." Wir sorgten mit der Eins-zu-Eins Übersetzung deutscher Sprichwörter ins Englische dafür, dass die Busfahrt kurzweilig blieb und riefen bei den Amerikanern Unverständnis hervor, da die Übersetzung alleine von "Wenn's Licht ausgeht, muss die Kuh vom Eis bevor es dunkel wird" anscheinend keinen Sinn ergibt.
In Cairns angekommen chillten wir an der Lagune, ehe wir abends ins Woolshed essen gingen. Lediglich ein kleiner Aufpreis war nötig um ein ordentliches Rumpsteak serviert zu bekommen und dieses Angebot sollten wir auch die nächsten beiden Abende wahrnehmen. In steter Begleitung von Martin, einem Liverpooler, dessen nordenglischer Akzent einen vor echte Herausforderungen stellte. Montagabend war auch lustige Party mit Spielchen Männer gegen Frauen und zu späterer Stunde wurde zu Grease oder ABBA-Klängen auf den Tischen getanzt... Dienstag zog es unseren Haufen dann zwecks Schnorcheln und Schnuppertauchen ins Great Barrier Reef, wo dann auch klar wurde, warum der Laden zu den sieben Weltwundern zählt. Das halbstündige Tauchen in zehn Metern Tiefe war sehr beeindruckend und Alex und Andi sind sichtlich stolz auf ihr Zertifikat. Alex' hängt mittlerweile sogar auf dem Klo... Abends wie gesagt Woolshed und das Tanzbein geschwungen. Den Mittwoch blieben wir auch noch in Cairns, zogen es dabei jedoch vor mit Martin und Karin nördlich an den Trinity Beach zu fahren statt an der Lagune herumzuhängen. Um eine Nacht Hostel zu sparen, nahmen wir dann den Greyhound Nachtbus nach Townsville herunter um von dort aus die Fähre nach Magnetic Island zu nehmen.
Magnetic Island
... liegt direkt vor Townsville und ist paradiesisch! Bei frühmorgendlich fünfundzwanzig Grad kamen wir in unserem Hostel an und einige brauchten erstmal eine Mütze Schlaf. Das X-Base Hostel liegt direkt an einem Strand, Nelly Beach, und ist rundum eine phatte Anlage. Zelten konnte man da auch und von diesem Angebot machte unser aller "Outdoor- Alexander" dankend Gebrauch. Aus dem Schlaf erwacht, machten sich Thorsten und Christoph gemeinsam mit Adam, Rachel, Karin und Victor zum Kayaking auf und paddelten in den Buchten herum. Ein Strand weiter befand sich Rocky Beach. Das Wasser war unglaublich klar und da das Paddeln doch recht anstrengend war, erholten wir uns erstmal dort - die Landschaft, das Wasser und das Leben genießend. Wieder am Hostel angekommen, zockten wir ein wenig Strandfußball, ehe es langsam Abend wurde. Abends tranken wir den einen oder anderen Wodka-Longdrink im Hostel und der DJ legte feinen und "dann wenn man gerade am Strand sitzt" passenden House auf und wir empfanden unser Leben schlichtweg als pervers geil!
Pervers mutete dann auch der Freitag an. Dieser Tag ist an Genialität kaum zu überbieten. Man steht auf und steht vor der superharten Entscheidung zunächst in den Pool (zwanzig Meter entfernt) oder das Meer (fünfzig Meter...) zu springen. Bei nahezu dreißig Grad um neun Uhr morgens wohl gemerkt. Dann mieteten wir uns Autos, besser Scooter ohne Verdeck um die Insel zu "ercruisen". Zu allerbest fuhren wir zur "Alma Bay", die einem hervorragenden Auftakt gerecht wurde. Dort vergnügten wir uns mit Frisbee und Ball im Wasser. Anschließend ging es in Richtung Arthur und Florence Bay. Auf dem Weg zu letzterer lag ein Lookout über Arthur Bay und wir ejakulierten beinahe allein vom Anblick. Florence Bay war dann der absolute Hammer. Wir verbrachten bestimmt über eine Stunde dort im Wasser. Christoph kam aus dem Lachen nicht mehr hinaus und wir fragten uns ob wir jemals wieder das Mittelmeer betreten können... Das Wasser war so unglaublich klar, warm und mit dem einsamen Strand im Hintergrund wissend war klar: Ja, es gibt einen Gott!! Abschließend gaben wir uns noch kurz Horseshoe Bay und aßen lecker Eis oder schaukelten.
Ehe wir die Scooter, welche zu fahren ein Heidenspaß war, zurückbrachten, schauten wir noch bei putzigen, kleinen und niedlichen Rock Wallabies vorbei. Wieder im Hostel angekommen sprangen wir dann erstmal in den Pool, in dem wir uns auch noch mal eine Stunde aufhielten. Selbstverständlich begleitet von einem kühlen Bier und der Freude darüber, was wir eigentlich gerade veranstalten...!
Abends kochten wir dann Pasta und Alex verfütterte die Reste an die uns zu schauenden Possums, Katzen, Vögel etc... Dabei erwiesen sich insbesondere die mit Spaghetti behängten Possums als nimmersatt. Der Abend klang dann bei gutem Wein am Strand aus. Den Samstagvormittag verbrachten wir dann in Hostelumgebung, ehe uns der Flieger von Townsville zurück nach Brisbane brachte.
Die Woche war supergenial und jetzt freuen wir uns auf die Ankunft der Jungs.
Die Action am Flughafen wird sicherlich der Bringer und wir hoffen euch leicht finden zu können.
Euch allen eine gute Zeit!
Die Zauberer von OZ