Pub-Crawl, BBQ, Wochenende...
So... Die nächste Woche in Brissie ist vorbei. Seit Montag ist hier reguläres Semester und wir haben auch brav alle Kurse besucht. Alex und Christoph gelang es dabei, ein ganzes Mal pünktlich zu sein. Dienstagmorgen kamen wir bei unserem geliebten Französischkurs erstmal zwanzig Minuten später, da die gute alte akademische Viertelstunde hier nicht existiert - Frechheit!! Mittwochmorgen "interpretierten" die beiden ihren Stundenplan falsch und kamen eine geschlagene Stunde zu spät. Allerdings betonen wir stets, dass wir dumme Gaststudenten und neu an der Uni und sowieso sind, deswegen kann man uns einfach nicht böse sein…Wir nennen das den "Kanakenbonus". Der Andi freut sich unterdessen über das Überangebot an Riesenfackeln in seinen Mathekursen (oder halt auch nicht!).
Donnerstag hatte dann unser dufter norwegischer Studentenclub dem wir beigetreten sind zum "Pub-Crawl" geladen. Ziel: Krabbeln von Kneipe zu Kneipe. Für 5 Dollar pro Semester bekommt man bei "NorSK" Vergünstigungen in vielen Kneipen und da alle internationalen Studdis da Mitglied sind, stand unsere Mitgliedschaft dort ja eh schon fest. Zurück zum Kneipen-Krabbeln. Wir haben uns selbstverständlich ein kleines bisschen warm getrunken und sind dann mit Jackie-Cola (in einer herkömmlichen Cola-Flasche getarnt) in die Stadt gefahren. In der ersten Lokalität kostete das Bier dann unglaubliche 1,50 AUD. Für uns Grund genug zurückhaltend zu agieren. Kurze Zeit später siedelten wir in die Zen-Bar über, wo der Herr Kneiper uns just beim Urinieren anrief und wir in ein längeres Gespräch verfielen. Daraufhin stürzten wir in die Down-Under Bar (sehr kreativer Name) - ein absoluter Tourischuppen. Der Unterschied auf den Bildern zwischen Zen-Bar- Aufenthalt und Down-Under- Aufenthalt ist beachtlich. So befinden wir uns auf den Bildern 1, 5 und 6 noch in der Zen-Bar. Die Bilder 10, 13 oder 16 zeigen uns im Down-Under. Der Abend setzte sich dann in der X-Change- Bar fort. Erinnerungen hieran bestehen kaum noch. Die Bilder 14, 15 und 19 entstanden dort. Bild 17 zeigt uns sehr ergriffen unter der Flagge Australiens. Alex hat ein weiteres Bild, dass uns politisch, sagen wir mal etwas unkorrekter zeigt, gelöscht. Besser so. Wir schämen uns übrigens auch sehr dafür, dass irgendwelche Ossis die australische Damen-Radsport-Mannschaft über den Haufen fahren mussten und verpassen keine Gelegenheit uns dafür in aller Form zu entschuldigen.
Man beachte auch Gärtners wunderschönes Hawaii-Hemd. Kürzlich hier erworben und er wurde, nach eigener Aussage, auch des Öfteren positiv darauf angesprochen!! In die nächste von uns angestrebte Lokalität kamen wir dann, trotz zweier Versuche, nicht mehr herein. Böse Zungen behaupten, das hätte an unseren leicht schiefen Blicken gelegen. Wir traten daraufhin die Heimreise an…
Freitag waren wir erstmal im Arsch und Christoph erfreute sich an zum ersten Mal hier auftretenden Erinnerungslücken den vorigen Abend betreffend. Am Abend luden wir uns bei Maja (wir sprechen diesen Namen natürlich auch a la Ballermann 6 aus) auf ein BBQ ein. Über unser Geschenk, einen Mädchen-Strohhut für 2.50 freute sie sich ungemein. Auf dem BBQ (Fotos sind an Gärtners verändertem Outfit vom Pub-Crawl zu unterscheiden) trafen wir dann wieder allerhand internationale Studenten. Zwischendurch aßen wir lecker Känguru - ein Genuss, werden wir jetzt nur noch grillen!! Als die Party sich langsam aber sicher auflöste, entschieden wir uns, gemeinsam mit dem lustigen Amerikaner Row und vier Norwegern und einem Franzosen im Valley einzufallen. Bewaffnet mit jenem rosa Hut, den der liebe Andi später nur ungern wieder hergab. Row erwies sich Supertyp: "Fuck George Bush! He can suck my Dick!!" Auf eine Stadt in Europa angesprochen, die ihm nichts sagte, entschuldigte er sich mit "Hey, I'm American, I'm ignorant!!". Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß und der Andi erntete verständnislose Blicke von gleichgeschlechtlichen unbekannten Menschen, die er als würdig empfand, anzutanzen. Gegen halbvier verließen wir dann das Valley und landeten im Taxi eines hammergeilen Taxifahrers der uns eine sehr amüsante Heimreise bescherte.
Samstagabend verschlug es uns zunächst in die Down-Under- Bar. Und es gibt doch nichts Schöneres als tausende von Kilometern von zuhause entfernt zu den wunderschönen Klängen von Scooter in der Disse zu stehen. Da es dort neben billigem Bier auch schlimme Musik und keine hübschen Frauen gab, siedelten wir noch mal ins Friday's über. Gute Entscheidung. Man kann von der Dachterrasse auf den Brisbane River schauen und auch die anderen Anblicke die sich einem dort ergaben, waren mehr als akzeptabel. Bei etwa 15 Grad Außentemperaturen turnte die Damenwelt halbnackt um uns herum und wir wollten, mussten aber…, gar nicht daran denken, wie das im Frühling oder Sommer hier wird. Wir werden, nicht zuletzt weil wir durch NorSK dort Vergünstigungen bekommen, nicht das letzte Mal dort gewesen sein. Und nächstes Mal nehmen wir auch die Kamera mit. Da es um drei Uhr nachts unmöglich war, ein Taxi zu bekommen (riesige Warteschlangen an allen Taxi-Spots) liefen wir dann heimwärts und philosophierten über welt- oder uns bewegende Dinge.
Es bleibt noch zu erwähnen, dass sich der liebe Andi bei der Essenszubereitung mit dem Messer in die Hand gespießt hat und seitdem mit Gewalt von der Küche ferngehalten wird.
Sonntag machten wir dann eher locker. Der Tag war beim Aufstehen auch schon fast vorbei… Abends gingen wir zunächst Griechisch essen und dann schauten wir uns Brad Pitt und Angelina (hrrr!!) Jolie alias "Die Schmidts" im Kino an. Mit Frau Schmidt im Kopf besteigen wir nun die Koje und blicken voller Tatendrang auf die nächste spannende Uni-Woche!! Die Sausages natürlich immer high in da Air!!