Over the Mountain is farer than by foot
- oder -
I think a horse kicks me!
Oh Schreck, oh Schreck die Marcs sind weg... So dann, nach 9 Wochen Dauerbesuch sind wir wieder zu dritt, respektive zu viert, da Thorsten als unser aller Lebensabschnittsgefährte ja quasi permanent mit uns haust... Die letzten zehn Tage ist dann auch noch so einiges passiert und dies wird hier nun chiffriert.
In Sachen Bildergalerien empfehlen wir die Bilder jeweils bis zum Schluss anzuschauen. Es lohnt sich...
Nachdem wir Samstag vor acht Tagen wieder in Brisbane gelandet waren, feierten wir bei uns zu hause ein wenig Hausparty und luden ein paar Leute ein. Fantastsicherweise gelang es uns dabei sieben Jungs unseres Jahrgangs (Marc, Marc, Felix, Wendelin, Alex, Andreas und Christoph) in Australien zusammenbringen - kaum zu glauben... Für Marc K, Alex und Andreas war die Party müdigkeits- und/oder alkoholbedingt etwas früher vorbei, so dass sich Thorsten, Marc D und Christoph ab zwei Uhr nachts mehr oder weniger alleine betäuben mussten. Die insgesamt acht Tüten erledigten dann auch ihren Dienst. Christoph und Thorsten mussten dann noch zum Southbank um sich dort den Rest zu geben. Das geplante Nachtbaden fiel dann doch aus - wäre auch nicht mehr möglich gewesen sich über Wasser zu halten.
Sonntag zog es unsere Peepz nach Surfers Paradise - es war mal Strandwetter! Dort warteten Riesenwellen und das wurde reichlich zum Bodyboarden genutzt. Da die eine oder andere Welle etwas größer war, kamen einige folglich mit leichten Blessuren nach Hause.
Dann kam der große Tag von Marc K! Es ging in den Zoo... Mit Känguru-Kostüm im Rucksack machten wir uns in Richtung Lone Pine Koala Sanctuary auf! Dort angekommen betrachteten wir uns zunächst einmal den Herrn Koala etwas genauer. 20 Stunden schlafen, 4 Stunden fressen - man kann es nur wiederholen: sehr sympathisch. Diesmal hoppelten die süßen Viecher beispielsweise im "Kindergarten" teilweise sogar durch die Gegend und bescherten uns reichlich Fotomaterial. Wenig später betraten wir das "Kangaroo Reserve" und Marc K war sehr aufgeregt als er seinen Artverwandten, wegen derer er eigens angereist war, hallo sagen durfte. Das Ergebnis schaut man sich bei den Fotos am besten selbst an. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß... Abends hieß es dann Whirlpool und Sauna-Action die lediglich von einem duften Gewitter unterbrochen wurde. Bier in der Sauna ist und bleibt jedoch gesund. Und durch einen schönen Hefe-Aufguss wird da auch schnell eine Bäckerei draus.
Dienstag war dann so genannter Übergangstag. Abends begaben wir uns aufgestylt in den Pressclub um uns dort in den Ledergarnituren zu wälzen, ehe es Mittwochmorgen "Noosa, die Zweite" hieß. Schließlich wollten wir unseren Gästen noch mal etwas Sonne und Strand bescheren und laut Wetterbericht war Noosa hierfür das beste Reiseziel. Danach sah es zwar Mittwochmorgen noch nicht wirklich aus, doch das Wetter entwickelte sich. Wurde der Tag am Strand mittwochs noch von Regen unterbrochen, was uns dazu zwang unsere Wassersport-Action abzubrechen, hatten wir Donnerstag am Sunshine-Beach wirkliches Traumwetter! Blauer Himmel, superklares Wasser, gute Wellen, weißer Sand und obendrauf waren wir an unserem Spot so ziemlich die Einzigen. Was wir sonst noch so dort fabriziert haben, könnt ihr euch nächste Woche hier herunterladen - nur soviel: es wird groß...
Unerwähnt soll auch nicht der Mittwochabend im Hostel bleiben. Das Koala-Hostel hatte eine Live-Band eingeladen und "The Accidents" rockten ordentlich. Wir tranken Bier, schwangen das Tanzbein und nachdem um zwölf dicht gemacht wurde, wanderten Marc D und Christoph einen stockdusteren Waldweg zu einem Lookout hinauf. Licht gaben uns nur die integrierten Handy-Taschenlämpchen. Nachdem wir uns die Steigung hinauf gequält hatten (man vergesse nicht den Promillefaktor...) genossen wir den Ausblick auf das nacht- beleuchtete Noosa und den Ozean, ehe wir den Berg wieder hinab fielen. Nach unserem Strand-Highlight-Tag kamen wir dann spät abends wieder zu hause an und schauten gemeinsam auf Video das Ergebnis von drei Wochen Reisen, Reibach und Reife. Freitags wurden letzte Erledigungen gemacht und abends luden wir zu einer kleinen Hausparty. Auf dieser schossen wir uns dann auch gut weg, ehe wir noch mal zu einer andern Lokalität aufbrachen um der dortigen Halloween- Party beizuwohnen. Der Abend nahm seinen Lauf, der Andi schlief zwischenzeitlich und Alex, sowie Marc D flogen kurzerhand (und freiwillig) und unverschuldet heraus nach dem ein absoluter Vollidiot, der zudem dort wohnte, unbedingt Stress anfangen musste und sich schlagen wollte. Den Kampf hätte er verloren, also mobilisierte er noch ein paar seiner Sissis die es auch nicht wert waren und so war es besser einfach zu gehen. Nach einer längeren "Mach den Andi wach" Aktion folgte auch der Rest. Mehr oder weniger fit (Marc D und Christoph verbrachten die Nacht trinkend und philosophierend im Garten) verabschiedeten wir uns dann Samstagmorgen von unseren Gästen und fanden uns in trauter Dreisamkeit wieder.
Samstag hieß es dann größtenteils relaxen. Lediglich Christoph verschlug es mit Thorsten, Cedric, Stasia und Martin ins "Family" da dort der Münchner House- und Techno-Held Tom Novy auflegte und mal wieder getanzt werden musste. Der Abend fand dann am nächsten Morgen sein Ende und Sonntag hieß es im Großen und Ganzen relaxen...
Abends schauten wir uns Jessica Alba, beziehungsweise "Into the Blue" im Kino an und läuteten die alkoholfreie Woche ein. Am Montag verbrachten wir zwei Stunden im Schwimmbad und kreierten neue Variationen von Wasserball. Dienstag schockten uns die Australier dann mit dem Melbourne Cup, dem wichtigsten Pferderennen im Jahr. Die Übertragung des Pferderennens, das um zwei Uhr stattfindet, beginnt um 9! Uhr morgens und dreht sich um Kleider, Klamotten und Leute an sich... Auch in den Pubs Brisbanes trafen sich eine Menge aufgebrezelter Menschen um auf die fünf Minuten zu warten, in denen ein Haufen Pferde einmal im Kreis rennt - für'n Arsch!! In den Büros steht die Arbeit still und in den Supermärkten kann man schon drei bis vier Tage zuvor Grill- oder Schlachtplatten (vorzugsweise wahrscheinlich Pferdefleisch...) bestellen. Man muss ja auch nicht alles verstehen müssen. Jedenfalls hat irgendein Aussie mit seiner Stute das Ding zum dritten Mal in Folge, was laut Kommentatoren gleichbedeutend mit Armstrongs sieben Toursiegen ist (ganz bestimmt, ja...), gewonnen.
So nimmt die Zeit hier ihren Lauf. Andi hat die erste Klausur schon hinter sich und die anderen beiden raufen sich gelegentlich ebenfalls dazu auf etwas für die letzten Uni-Prüfungen zu tun. Das ganze bei Temperaturen Ende der Zwanziger oder Anfang der Dreißiger und folglich bei Ausflügen ins Wasser. Zudem können wir von unserem Garten aus betrachtet abendlich den Sonnenuntergang genießen (ein Appetizer findet sich bei den neuen Bildern).Kurz: Es lässt sich aushalten hier!
Herzlichst,
Franz, Josef und Wagner!