Things to do and make in Noosa...
Intro:
G'day oder Tach auch, die Pizza liegt wieder schwer im Bauch. Doch man soll sich nicht beklagen über einen vollen Magen, wenn die Welt doch andere Sorgen plagen.
So lassen wir die guten Zeiten weiter rollen, gehen in Queensland in die Vollen, seltener in die Vertikale, manchmal in die Horizontale. Alles in allem ein duftes Land, das uns raubt Sinn und Verstand.
Letzterer ohnehin nur spärlich vorhanden, wird somit bis 2006 vollends versanden. Ihr wundert euch über die Transparenz unserer Dekadenz? Keine Sorge, Schreiben der Kondolenz nicht von Nöten. Wir hörten ein paar Vögel flöten, dass wir es uns leisten können und wer sollte es uns nicht gönnen?
Wir machen uns den Lenz, agieren wie höchste Prominenz, vergessen deutsche Effizienz, zeigen stetig Top-Präsenz - keine Spur von Egon Krenz (tschuldigung).
Das Tempo weniger Stakkato, eher wie die Annäherung zwischen Russland und NATO, sehr entspannt bis dato und fast so weise wie Plato(n), ihr wisst scho(n).
Genug gestammelt, die letzte Woche wurde kaum gegammelt und so wird das Geschehene völlig unfrisiert hier paraphrasiert, so wie es immer passiert...
Weiter im Text...
Eine ereignisreiche Woche liegt hinter unseren drei Helden. Begleiten wir sie Revue passierend auf ihrer Reise... Sie begann mit dem duften TV-Duell in der Nacht zum Montag. Mit einigen Bonmots zum Sonntag seitens der beiden Kandidaten machten wir uns gegen sechs Uhr am Morgen in die Heia.
Die Abende am Wochenanfang vertrieben wir uns mit einigen Filmen. An der Uni nahm alles weiter seinen Lauf. Der feine Andreas hat die Uni, wie wir alle finden völlig zurecht, montags mittlerweile gecancelled und trottet nur noch mittwochs und donnerstags zur Quelle des Wissens "for the real world".
Mitte der Woche mussten wir uns dann entscheiden ob wir das Wochenende nach Byron Bay/ Nimbin oder 100 km nördlich nach Noosa fahren. Aus wettertechnischen Gründen entschieden wir uns für Noosa. Zunächst fieberte Alex jedoch dem Donnerstag entgegen. Der Tag an dem er out of Antibiotika und wieder dick im Bier-Business war. So stürzten wir dann zunächst zum Pool spielen ins Tinbillys. Dort stießen wir auf das geilste Männer-Klo aller Zeiten: Zwei Urinale und ein Topf für größere Geschäfte. Nichts Ungewöhnliches? Nun ja, die Tatsache, dass der Topf ohne jegliche Wand, geschweige denn Kabine im Raum stand, ließ uns doch etwas verwundert staunen. Handy-made Photos befinden sich bei den Noosa- Bildern auf den hinteren Seiten ein. Anschließend waren wir dann noch im Victory um den ein oder anderen Jug platt zu machen.
Des Weiteren erklärten wir Adam was "Stößchen - und Finger weg vom Mann" bedeutet. Da wir gegen halbdrei daheim einfielen, freuten wir uns tierisch als um halbsieben der Wecker klingelte. Aber wer nach Noosa will, muss leiden und so dotzten wir leicht verstrahlt zum Zug. Drei Stunden später lagen wir dann auch endlich am Strand. Wir checkten zunächst mal den überfüllten Main Beach um uns abzukühlen. Nach einem Lunch-Break wanderten wir danach ein wenig durch den Nationalpark und suchten einen ruhigeren Strand auf. Dort unterhielten (im Sinne von Beschäftigung, nicht von Konversation) wir uns mit einer Frisbee und einer Buddel Bier. Irgendjemand hat zudem Fenster in den Sand gemalt!?! Wir haben dies auch gleich mal fotografiert...
Nachdem sich Andi und Christoph noch mal in den Fluten abkühlten, marschierten wir den Sonnenuntergang betrachtend in Richtung Hostel zurück. Da dort abends allerdings nix los war, liefen (wir sind ohnehin viel gelaufen!) wir später zur Koala Bar, jenem Hostel in dem wir auch die zweite Nacht in Noosa verbringen sollten. Dort aßen wir dann und verbrachten einen Großteil des Abends mit Billard spielen.
Am nächsten Morgen trafen dann die Amis und Thorsten ein und wir machten uns direkt zum Sunshine Beach auf. Man beachte insbesondere den hässlichen pinken Teddybären von Jamie, den sie überall mit hin schleppen musste und der definitiv noch von uns aufgeschlitzt (unser Lieblingswort!) oder angezündet oder erst aufgeschlitzt und dann angezündet wird. Sunshine Beach ist nicht bucht-geschützt, so dass da ordentlich Wellen am Start waren, in die wir uns, Alex mit Bodyboard bewaffnet, auch direkt mal stürzten. War ein Heidenspaß!
Gegen später, es muss so halb oder viertel vor gewesen sein, wanderten wir mit dem Ziel Alexandria Bay wieder in den National Park. Durch einen geilen, fast unberührten Wald mit lustiger Vegetation (Pimmelpflanzen...) bannten wir uns den Weg zu Alexandria Bay. Und: Es hat sich gelohnt!! Ein einsamer, verlassener Strand. Sehr traumhaft. Baden ist dort zu gefährlich, so dass wir im Sand sitzend oder umherjoggend (Alex) unsere Eindrücke sammelten.
Quer durch den Wald liefen wir, später wieder die Sonnenuntergangsfarben am Firmament bewundernd in Richtung Hostel zurück. Den Abend rockten wir dann im Hostel mit den Yanks. Unserem Vokabular haben wir das Wort "Sausage-Fest" hinzugefügt - bedeutet: too many dudes not enough chicks... Das Hostel animierte zudem zu lustigen Spielen (sexuelle Positionen nachahmen, Orgasmus vortäuschen, mit einer Zitrone zwischen zwei Köpfen durch die Gegend eiern usw.) und der Pegel stieg. Wieder einmal überzeugten wir mit unseren tänzerischen Ausnahmequalitäten und es gab reichlich Lob für den way Christoph moves like. Dooferweise fiel ihm auf, dass er seine Jeans im anderen Hostel vergessen hatte und es dauerte ein paar Anrufe, bis er die erlösende Nachricht ihres Überlebens am Morgen danach bekam. Nachdem er Sonntagmorgen nach übereinstimmender Meinung von Andreas und Thorsten wie der Tod aussah, hauchte ihm die freudige Kunde wieder etwas Leben in die Gesichtsmuskulatur. Als Alex die Jeans später abholte, bekam er gleichsam seinen Pulli ü berreicht, dessen Verschwinden er bis dato gar nicht realisiert hatte! Es wurde höchste Zeit die Heimreise anzutreten...
So weit so gut. Pizza verdaut, der Film "Stealth" eine amerikanisch-lustig-traurige-klischee Katastrophe und die nächste Woche im Visier. Auf geht's noch mal...
Eure Volksfront von Judäa.