Uns kann man in der Pfeife tauchen... oder so ähnlich!
Bula! Fiji und Neuseeland liegen hinter uns und wir sind wieder um einige wundervolle Eindrücke und Erfahrungen reicher geworden! Zudem haben wir es uns nicht nehmen lassen in Neuseeland mit Hilfe eines Fallschirms vom Himmel zu fallen. Doch lest selbst...
Bilder wird es erst im neuen Jahr geben. Haben es nicht mehr geschafft auszusortieren. Wir denken jedoch, dass das Skydive-Video ein ansprechender Appetizer ist.
Fiji
Am 2. Dezember ging unser Flieger Richtung Paradies nach Fiji. Mit der konkreteren Planung unserer Reise begannen wir eigentlich erst im Flieger und auf der Hauptinsel angekommen machten wir uns dann erst einmal in eine Agentur um die ersten Tage dingfest zu machen. Alex, Thorsten und sein Kumpel Johannes buchten einen Tauchkurs auf Mana Island, einer Insel der Mamanucas Gruppe, und so sollten wir die Zeit bis zum Morgen des 7.Dezember dort verbringen. Am nächsten Morgen sollte uns ein Boot dort hinbringen. Mit genauen Uhrzeiten hat man es auf Fiji nicht so. Fünf "Fiji-Minuten" können sich schon mal eine halbe Stunde hinziehen. Allerdings haben wir uns sehr schnell assimiliert und fortan aufgepasst die Dinge ja nicht zu schnell angehen zu lassen. Ist bei über dreißig Grad auch gefährlich. Wichtig war, dass stets die Sonnenbrillen auf der Nase saßen, damit auch ja nichts passieren kann!
Auf Mana und auch auf Wayasewa, unserem zweiten Stopp, haben wir jeweils in von Einwohnern betriebenen Unterkünften gewohnt, die recht spärlich eingerichtet, jedoch mit viel Liebe betrieben wurden. Auf Mana wohnten wir mitten unter den Einwohnern im Dorf. "Bula", der Gruß auf Fiji, fiel dabei etwa hunderttausend Mal täglich. Die Tage auf Mana Island waren für Alex tauchkursgeprägt. Andi und Christoph schliefen unter Palmen, schnorchelten umher oder lasen Bücher. Als die Jungs frei hatten, erkundeten wir die Insel die easy umlaufen werden konnte. Es gab dreimal täglich Mahlzeiten und die Fiji-Küche mundete alles in allem. An den Abenden schauten wir uns einen traumhaften Sonnenuntergang nach dem anderen an und battleten uns im Fotos machen. Die Abende verbrachten wir meist Bier trinkend am Strand liegend. An einigen Abenden gab es vereinzelt Showprogramm, zum Beispiel polynesische Tänze oder Feuertänze. Zu den heimlichen Stars mutierten die beiden sechs Wochen alten Welpen die die eine oder andere Stunde schlafend auf uns verbrachten. Zu feiern gab es natürlich auch etwas. Auf einem nahe gelegenen Steg feierten wir in Alex' Geburtstag herein. Begleitet vom köstlichen Fiji Bitter Bier und Bundaberg Rum stieg unser Pegel und wir genossen Sterne, Meer und die angenehmen Abendtemperaturen.
Auch witzig waren wir. Auf die Frage hin ob er beim Tauchen im Unterwasser McDonalds gegessen habe, antwortete Thorsten, dass er sich einen "McDiver" im "Dive Through" geholt hätte. Ach, was haben wir gelacht.
Die Jungs sollten schließlich alle ihren Tauchschein bestehen und unternahmen am letzten Tag auf Mana Island zwei Tauchgänge weiter draußen im Meer. Andi und Christoph nutzten das traumhafte Wetter an diesem Tag zum "Island Hopping". Dabei sahen wir unter anderem die Insel auf der Cast Away, der Film wo Tom Hanks Feuer macht, gedreht wurde und viele weitere paradiesische Inseln. Auf einigen haben sich dann auch mal etwas kostenintensivere Unterkünfte breit gemacht. Zum Abschluss steuerten wir die unbewohnte Honeymoon Island an. Eine wahre Trauminsel um die wir herum schnorchelten und dort endlich Nemo fanden. Wir sahen reichlich Unterwasserfauna und auch das Korallenriff dort war vom feinsten.
Am nächsten morgen wurden wir mit dem Boot nach Wayasewa, einer Insel der Yasawas Gruppe, überführt. Wayasewa war landschaftlich noch mal eine ganze Ecke geiler als Mana. Unser Resort lag direkt unterhalb eines großen Felsens und man musste ein paar Höhenmeter überwinden um vom Bett zur Hängematte am Strand und zwischenzeitlich wieder hoch zur Bar, von der man aus einen Hammerblick auf das Meer hatte, zu gelangen. Doch diese Anstrengungen nahmen wir gerne auf uns - selbstverständlich im Fiji-Tempo...
In einem nie ausgesprochenen, aber dennoch still vereinbarten Pakt, haben wir uns darauf geeinigt zumindest einmal am Tag körperliche Aktivität zu zeigen. Am ersten Tag auf Wayasewa spielten wir Beachvolleyball mit anderen Gästen und den Einheimischen. Nach kurzer Zeit erlebten wir den geilsten tropischen Sommerregen unseres Lebens. Wir spielten bestimmt eine weitere Stunde im strömenden Regen weiter, ehe wir uns anschließend den Sand in badewannenwarmen Südseegewässern abwuschen.
Den nächsten Tag verbrachten wir Doppelkopf spielend auf der Barterrasse ehe wir den Fels über dem Dorf erklommen. Ein mehr als anstrengender Marsch der sich jedoch auch mehr als gelohnt hat. Unterbrochen von einer Kokosnuss Knack-und-Trink Session genossen wir oben angekommen den Ausblick aufs Meer und die Nachbarinsel. Am Abend leerten wir eine Flasche feinsten Absolut Wodka der Geschmacksrichtung Mandarin und führten mehr als lebensnotwenige Diskussionen über perfekten Fußball. Als der Alkohol alle und die Bar zu war, setzten wir uns dann zu den Einheimischen und nahmen and der Kawa Prozession teil. Kawa ist das Nationalgetränk auf Fiji, schmeckt nach gewürztem Wasser und betäubt den Mund. Uns hat es zudem müde gemacht und so fielen wir schließlich in die Heia.
Ein absolutes Highlight des letzten Tages auf Wayasewa war unser Fiji-Frisbee. Im Wasser liegend und ohne eine Bewegung zu viel machend, hätte man glatt denken können, dass man bei den Paralympics zuschaut. Großes Kino alles in allem. Mittags machten wir uns dann noch zu einem Schnorcheltrip auf, ehe wir den weiteren Tag am Strand chillten. Samstags wurden wir mit Fiji-Musik und Klampfe am Strand verabschiedet, schipperten auf die Hauptinsel und besorgten letzte Souvenirs. Denken wir an Fiji sind wir sehr stolz auf uns - schließlich haben wir alles richtig gemacht. Wir waren jeweils in recht kleinen Resorts, lernten die Einheimischen und ihren way of life kennen und lieben und entkamen den großen Touriströmen. Die Atmosphäre dort war einmalig und ist in so einem Bericht schwer festzuhalten. Aber wir sind ja bald da um zu schwärmen...
Neuseeland
Samstagnachmittag ging unser Flieger in Richtung Robby beziehungsweise Wellington. Wir hatten leichte Probleme in den Flieger zu gelangen, managten dies jedoch schließlich und begannen alsbald uns im Flieger mit Jackie-Cola, verbotenerweise selbst gemischt, einen einzulöten. Der Pegel stieg recht schnell und nach Landung, Ankunft und Stempel nahmen wir uns schließlich ein Taxi in Richtung Rowenas Lodge, der Residenz des Herrn Nicola. Zuvor unterhielten wir leicht angeheitert den halben Flughafen. Robby empfing uns dann mit offenen Armen, wir ihn mit großer Fahne und es ging kurze Zeit später in die City. Nach einem Abstecher bei Burger King, begann unsere Clubtour, die für die beiden As müdigkeitsbedingt recht schnell wieder endete. Da war es allerdings auch schon drei Uhr in der Nacht. Rob und Christoph zogen noch ein wenig länger weiter und landeten gegen sechs wieder im Hostel und gegen halbneun im Bett.
Tags drauf erkundeten wir zu Dritt Wellington. Die Stadt ist überschaubar und schön, nett an mehreren Bergen und dem Hafen angelegt und beherbergt viele nette Cafés. Weltbekannt ist auch die Cuba Street welche sich durch die City zieht. Die nächsten drei Tage machte Rob dann krank und wir uns zu viert endlich mal wieder Roadtrip mäßig im Mietwagen unterwegs nach Taupo auf. Unterwegs sahen wir auf den Gipfeln des Mount Ruapehu endlich mal wieder Schnee und bewunderten auf der anderen Seite die karge Wüste. Alles in allem sehr abwechslungsreiche Landschaft, folgten doch kurze Zeit später wieder saftige grüne Wiesen und Hügel.
In Taupo angekommen stellten wir zunächst fest, dass kein Wetter zum Skydiven war und so schauten wir uns die mächtigen Huka- Wasserfälle an und fuhren anschließend zu einem natürlichen Spa. Dort gefiel es uns sehr gut. Eine heiße Quelle mündet dort direkt in einen eiskalten Fluss und man kann sich whirlpoolmäßig ins Warme hocken ehe man in den Fluss springt und ganz schnell wieder runterkommt... Am Abend zauberten wir uns dann einen lecker Salat in einer der best bestückten Küche unserer Hostelgeschichte Down Under. Nach einigen Biers ging es in die Heia und der Blick am nächsten Morgen richtete sich direkt gen Himmel. Das Wetter machte einen guten Eindruck und schon bald wussten wir, dass wir springen werden dürfen. Zuvor mussten wir jedoch noch einigen Leuten den Vortritt lassen, die schon seit Tagen warteten und so dotzten wir noch mal zu den "Craters of the Moon". Zwischen Taupo und Roturoa, unserem nächsten Ziel, geht es nämlich geothermisch heiß her und Schwefelgeruch macht sich des Öfteren breit.
Um zwei waren wir dann wieder am Flugplatz und gegen Drei Uhr stiegen wir dann in die Propellermaschine, genossen den Rundflug über Taupo und wurden bei 12.000 Fuß, knapp viertausend Meter, von unserem Tandempartner aus dem Flieger geworfen. Die nächsten zwei Minuten sind unbeschreibbar und von jeder Menge Adrenalin geprägt. Mit dem Material was wir umsonst bekommen haben und den Aufnahmen zu denen Alex mit seiner Kamera im Stande war zu tätigen, haben wir auch ein schönes Video gebastelt. Unbedingt anschauen! Total aufgelöst und überwältigt kamen wir dann unten an und versuchten Worte zu finden. Zum Glück wusste Rob wovon wir sprachen, sprang er doch drei Monate zuvor an gleicher Stelle. Wir machten uns anschließend dann nach Roturoa auf. Zwischenzeitlich waren wir ein wenig in Zeitdruck geraten und so raste Robby zum Funky Green Voyager, einem sehr coolen und familiären Hostel, in dem wir noch Ina, Uli und ein paar weitere lustige Gestalten treffen sollten, mit denen wir später Bier tranken.
Am nächsten Morgen eilten wir ins "Thermal Wonderland" um dort einen Geysir beim (Aus)-Brechen zu bewundern. Danach machten wir uns auf einen neunzigminütigen Marsch auf um einige von der Natur da gebrachten Wunder zu begutachten. Von schwefligen Champagnerpools bis gallenfarbenen Teufelsbädern war dies alles sehr interessant. Dennoch konnten die üblichen Sprüche "Ich bin noch nie so enttäuscht worden", "Das müsste alles gefliest werden" und das obligatorische Anpöbeln anderer Gäste in deutscher Sprache (wobei uns auch halb Deutschland nach Neuseeland nachgereist ist und man immer aufpassen muss) natürlich nicht fehlen. Anschließend ging es on the road wieder nach Welly. Allerdings mussten wir vorher noch einen kurzen Abstecher am Strand machen, wo Alex und Robby ihre Fahrkünste auf Sand und mit Handbremse zelebrierten. Das Auto sah danach dementsprechend aus. In Welly angekommen zeigte sich die Stadt angesichts der King Kong Premiere des Nationalhelden und Regisseurs Peter Jackson im Ausnahmezustand. Wir umkurvten diesen und genossen den Blick über die Stadt vom Mount Victoria aus, ehe wir zurück ins Hostel fuhren und Robby uns mit seinem Chili verwöhnte. Den Tag ließen wir dann mit unseren Whisky und Rum Resten locker ausklingen.
Am Morgen darauf verabschiedeten wir uns von unserem NZ-Guide, den es wieder auf die Arbeit trieb, schauten uns das Nationalmuseum Te Papa an und stiegen in den Flieger zurück nach Brisbane. Neuseeland hat ebenfalls gerockt und wird insbesondere wegen des Fallschirmsprungs einen mehr als bleibenden Eindruck hinterlassen. Wer sich die Tage dort aus Sicht unseres Reiseleiters anschauen möchte, checkt www.roubi.de und seine Neuseeland Abenteuer...
Wir düsen jetzt weiter nach Südostasien und wünschen Frohe Feiertage und einen guten Rutsch!
Bis bald,
Justus Jonas, Bob Andrews und Peter Shaw!