Riverboat-Cruise und Welcome-Party
Natürlich sind wir nicht die einzigen Gaststudenten hier, natürlich waren nicht nur wir auf der Suche nach einer dauerhaften Unterkunft, natürlich wollten nicht nur wir unsere Kurse tauschen. Kurz gesagt: Wir liefen permanent Amerikanern, Briten, Skandinaviern, vielen Deutschen und sonstigen Studenten aus der ganzen Welt über den Weg.
Nachdem wir Montagabend schon in einer Riesen-WG bestehend aus 22 Bewohnern- davon 19 weiblich… - zu Gast waren, hieß es dann Dienstagabend Boot fahren. Bewaffnet mit Bier und Jackie-Cola in nicht durchsichtigen Plastikflaschen, sowie unseren neu erworbenen "18plus-Application-Cards" (anders kommt man in OZ nicht in Kneipen und Clubs) machten wir uns auf dem Weg zum Boot. Am Eingang bekamen wir dann Aufkleber mit tollen Namen: Alex wurde zu Playstation und musste die weibliche Sony finden, Andreas war Ali und suchte gar nicht erst nach Mohammed. Christoph, als Royalist verschrien, war William und fand schließlich Prince. Nach einem leckeren BBQ schwirrte insbesondere Alex auf dem Boot herum, gut auf den Bildern zu sehen, und machte sich bekannt. Andi unterhielt sich länger mit einer Litauerin (von ihr gibt es leider noch kein Bild) und Christoph plauderte und tanzte mit den netten Mädels vom Internationalen Studenten Service. Sehr ulkig war der Kollektivtanz der Amerikaner bei einigen Liedern. Wir wunderten uns jedenfalls darüber wie sich eine Horde Amerikaner in realsozialistischer Gleichmacherei zur Musik bewegte... die Bootsfahrt endete dann gegen halbelf und es zog uns in die Victoria Bar, wo wir noch einige Biers zu uns nahmen. Während Alex an Katie herum grub, machte sich Christoph mit einigen Norwegerinnen bekannt. Leicht neidisch erfuhr er, dass diese im 24. Stock wohnten und gar einen Jacuzzi haben. Nebenbei zahlen sie auch noch weniger Miete. Grund genug dort am Ball zu bleiben. Der Abend nahm also seinen Lauf und endete mit einem Kurzbesuch im Down Under - einer Backpackerdisko. Die ersten beiden Lieder dort waren "Mr. Vain" und "No Limit" - gleichzeitig die ersten beiden Maxi- CDs des Herrn Manjura. So fühlten wir uns an die guten alten Eurodance Zeiten Anfang der 90er erinnert und gingen lieber amüsiert heimwärts.
Donnerstag dann das nächste Welcome Dinner für die Internationalen. Die Kamera blieb diesmal daheim. Wir hatten wieder einen lustigen Abend, lernten weitere Leute kennen. So zum Beispiel Linda aus Wien (ursprünglich aus der Steiermark). Bei der Unterhaltung mit ihr mussten wir uns sehr zusammenreißen nicht in ihren Ösi- Dialekt zu verfallen, was aber nicht wirklich gelang. Des Weiteren erspielten wir uns in einem mitreißenden Billard-Match ein Dinner im 24. Stockwerk gegen das Nationalteam aus Norwegen. Die Norweger kaufen übrigens in Schweden ein, die Schweden in Dänemark und die Dänen wiederum in Deutschland. Anschließend siedelten wir in ein Irish-Pub über um dort noch den ein oder anderen "Jug" Bier (etwas mehr als ein Liter) zu leeren und schwangen das Tanzbein. Alles in allem ein gelungener Abend.